Autoreparatur: alternative Methoden sind schnell und sparen Geld

Wien, 28.06.2005
Die Kfz-Reparaturkosten zeigten in den letzten Jahren einen steilen Aufwärtstrend - ebenso wie die Reparaturdauer. Mit dem Einsatz alternativer Reparaturmethoden kann diesem Trend entgegengewirkt werden.

Neu entwickelte und verbesserte Materialien und Werkzeuge sowie gut geschulte Handwerker zeigen neue Möglichkeiten auf: Bisher wurde zum Beispiel bei einer winzigen Lackbeschädigung an der Seitenfront des Autos die komplette Seitenwand neu lackiert. Mit der alternativen Reparaturmethode „Spot-Repair“ wird nur mehr der beschädigte Teil repariert, so dass der Originallack größtenteils erhalten bleibt. Die Reparaturdauer kann dadurch stark verkürzt werden und es kommt zu enormen Kosteneinsparungen.

Steigende Stundensätze

Seit 1995 erhöhten sich die Reparaturkosten in Österreich um 32,46 Prozent! Im Vergleich dazu: Die durchschnittliche Inflationsrate betrug von 1995 bis 2004 ca. 1,7%.

Mittlerweile beträgt zum Beispiel der Durchschnittsstundensatz eines Spenglers € 92,24, in Wien sogar € 104,96. Schlusslicht ist Oberösterreich, jedoch immer noch mit einem Durchschnittstundensatz von € 89,82 (alle Werte inkl. MwSt.). Die Reduzierung der Reparaturdauer hat daher großen Einfluss auf die Kostenhöhe.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Alternative Reparaturmethoden eignen sich besonders für den Einsatz bei Hagelschäden. Anstatt komplizierter Demontage- und Austauscharbeiten werden die beschädigten Stellen durch simples "Dellendrücken" repariert. Die Ersatzteil- und Lackierkosten können so stark reduziert werden und auch die Wertminderung am Fahrzeug hält sich somit in Grenzen. Bei Hagelschäden hat sich diese kosten- und materialschonende Reparaturmethode bereits in der Praxis etabliert. So konnten die durchschnittlichen Hagelschadenzahlungen im Jahr 2004 bereits um 34,74% pro Schaden gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden. Für 2005 liegt das Potential bei 5% aller Schadenfälle.

Erprobt und bewährt

Die erste Alternativ-Reparaturmethode war übrigens die Windschutzscheibenreparatur. Hier konnte sich diese Arbeitstechnik rasch durchsetzen. Musste man früher wegen eines kleinen Steinschlages die ganze Scheibe austauschen, wird heute mit Kunstharz repariert. Das bedeutet nicht nur niedrigere Kosten sondern erspart auch tausende Tonnen Sondermüll - und die beim Scheibentausch immer vorhandene Gefahr einer undichten Stelle am Rahmen.

Alternative Reparaturmethoden bieten sich auch für die Armaturenbrett-, Kunststoff-, Leder- und Stoffreparatur an. Vor allem bei Sitzbezügen macht ein Einsatz Sinn, da durch Ausbleichen ein nachgekaufter Sitzbezug oft farblich absticht.


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