Bald neuer Kfz-Zulassungsschein - Zulassung bei Versicherungen bleibt für Kunden gleich
Wien, 06. Juli 2008
Nach dem Führerschein wird bald auch der Kfz-Zulassungsschein im handlichen Scheckkartenformat erhältlich sein. Die alten Zulassungsscheine behalten ihre Gültigkeit, bei Neuzulassung oder auf Wunsch wird man aber künftig zwischen Papier- und Chipkarten-Zulassungsschein wählen können. An der Fahrzeugzulassung selbst ändert sich nichts.
Die Einführung der „Zulassungsbescheinigung im Chipkartenformat“ nach der EU-Richtlinie 2003/127/EG ist für 2009 geplant, die Fahrzeugbesitzer können dann zwischen dem bekannten papierenen Kfz-Zulassungsschein oder dem kleineren, besonders fälschungssicheren Zulassungsschein in Scheckkartenformat wählen. Letzterer wird wie sein Papier-Pendant alle notwendigen Angaben zum zugelassenen Fahrzeug enthalten. Die wichtigsten Daten wie z.B. Name und Adresse des Zulassungsbesitzers sowie das Fahrzeugkennzeichen werden mit freiem Auge lesbar sein, die übrigen technischen Daten werden auf den integrierten Datenchip gespeichert und mit Lesegeräten abrufbar sein. Die bisher ausgegebenen Papier-Zulassungsscheine behalten natürlich weiterhin ihre Gültigkeit.
Zulassung weiter bei der Versicherung
An der Abwicklung der Zulassung ändert sich für die Fahrzeugbesitzer nichts. Wer ein neues Fahrzeug gekauft hat, Änderungen am Zulassungsschein vornehmen lassen muss, oder einfach gerne den neuen Scheckkarten-Zulassungsschein hätte, wendet sich wie bisher an seinen Versicherungsberater oder an eine der Zulassungsstellen, die für seinen Wohnort tätig ist. Der Papier-Zulassungsschein wird dort sofort ausgefertigt, die neue Chipkarten-Zulassungsbescheinigung kommt nach maximal zwei Wochen mit der Post ins Haus. Für die Überbrückungszeit wird eine herkömmliche Zulassungsbescheinigung in Papierform ausgestellt, die ungültig wird, sobald die Chipkarte per Post eintrifft.
Seit bald 10 Jahren können Fahrzeugzulassungen direkt bei den rund 1.000 Zulassungsstellen der heimischen Kfz-Versicherer durchgeführt werden. Damit ersparen sich Fahrzeugbesitzer den zusätzlichen Weg zu einer Behörde. Die EDV-Verarbeitung der Zulassungsdaten erfolgt im österreichischen Versicherungsverband VVO, der jährlich fast 1,4 Millionen solcher Vorgänge verarbeitet. Als kostenloses Service bietet der VVO auch die Kfz-Zulassungsstellenauskunft auf seiner Website http://www.vvo.at. Per Mausklick gelangt man hier rasch zu Adressen und Kontaktdaten jeder Zulassungsstelle in ganz Österreich.
Zulassungsschein-Änderungen und Kosten
Bei der Zulassung des Fahrzeuges bezahlt der Besitzer derzeit einen einmaligen Betrag für die Anmeldung. Die Höhe dieses Betrages ist u.a. abhängig von der/den benötigten Kennzeichentafel/n und beträgt um die 170 Euro. Änderungen im Zulassungsschein oder die Abmeldung führen die Kfz-Versicherung kostenlos durch. Für den neuen Chipkarten-Zulassungsschein wird ein zusätzlicher Kostenbeitrag eingehoben werden, die Höhe dafür steht noch nicht fest.
Verlust des Zulassungsscheins
Wenn der Zulassungsschein abhanden kommt, stellt die Zulassungsstelle gerne ein Duplikat aus. TIPP: Fahrzeugpapiere und Zulassungsschein nie im Fahrzeug aufbewahren. Das Auto ist kein Tresor und Fahrzeugdieben soll es nicht unnötig leicht gemacht werden.
Top
