Die österreichische Versicherungswirtschaft 2007: Stabiler Sektor mit guten Aussichten
Auch 2007 entwickelte sich die heimische Versicherungswirtschaft positiv steigend – mit einem Wachstum von rund 1,9 Prozent allerdings etwas weniger dynamisch als in den Jahren zuvor. Als Renner erwiesen sich vor allem die fondsgebundene Lebensversicherung und die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge.
Erste Berechnungen zeigen 2007 in allen Sparten Prämienzunahmen.
Insgesamt vermerkt die österreichische Versicherungswirtschaft im vergangenen Jahr eine Steigerung der Prämieneinnahmen um 1,9 Prozent auf 15,878 Milliarden Euro. Für das abgemilderte Wachstum war vor allem der Rückgang an Einmalerlägen in der Lebensversicherung verantwortlich. Auf der Leistungsseite mit einer Steigerung von 10,7 Prozent auf 10,709 Milliarden Euro schlugen primär die hohen Zahlungen aus abreifenden Lebensversicherungen durch.
Nach vorläufigen, ersten Prognosen wird das Gesamtprämienaufkommen 2008 wieder um etwa 1,9 Prozent ansteigen.
Lebensversicherung
Mit einem Plus von 0,4 Prozent erhöhte sich das Prämienvolumen der Lebensversicherung 2007 auf 7,208 Milliarden Euro. Rückgänge bei Einmalerlägen und bei der reinen Rentenversicherung wurden durch besonders hohe Zuwächse in der fondsgebundenen Lebensversicherung (25,9 Prozent) und in der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge (17,0 Prozent)aufgefangen. Die laufenden Prämien kamen gegenüber dem Vorjahr auf ein Plus von 2,8 Prozent.
Dem gestiegenen Prämienvolumen stehen hohe Leistungen aus abreifenden Verträgen, ausgelöst durch die Einführung des Einmalerlages mit 10-jähriger Laufzeit im Jahr 1997, gegenüber. Insgesamt wurden 4,919 Milliarden Euro, das entspricht einer Steigerung von 23,9 Prozent, an die Kundinnen und Kunden der Lebensversicherung ausbezahlt.
Für 2008 dürfte sich in der Lebensversicherung ein Wachstum von etwa einem Prozent ergeben.
Krankenversicherung
Die private Krankenversicherung versteht sich in Österreich als komplementärer Partner der gesetzlichen Krankenversicherung. Über die Sonderklassehonorare trägt sie wesentlich zum Erhalt erstklassiger Medizin für alle Österreicherinnen und Österreicher bei. Damit wird ein entscheidender Beitrag zur Qualität des heimischen Gesundheitssystems geleistet. Für 2007 weist die private Krankenversicherung ein voraussichtliches Plus von 3,2 Prozent auf 1,483 Milliarden Euro auf. Die Leistungen nahmen um 2,9 Prozent auf 1,026 Milliarden Euro zu.
Eine erste Prognose weist für die Krankenversicherung 2008 ein Wachstum von rund 3,1 Prozent aus.
Schaden-Unfallversicherung
Das Prämienvolumen der Schaden-Unfallversicherung (inklusive Kfz-Haftpflichtversicherung) wuchs 2007 auf 7,187 Milliarden Euro an und zeigt somit eine Steigerung von 3,1 Prozent. Das durch die Zunahme an Naturgefahren bereits hohe Niveau der Versicherungsleistungen in der Schaden-Unfallversicherung erfuhr 2007 abermals eine Steigerung um 1,3 Prozent auf 4,764 Milliarden Euro.
Für 2008 wird ein Prämienwachstum der Schaden-Unfallversicherung um ca. 2,6 Prozent prognostiziert.
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