Neues Format für Maklerdatensatz



Die Grundzüge der Datenmodellierung 

Der Versicherungsvertrag wurde gemäß seinen Elementen top-down strukturiert. Demnach gibt es zu einem Vertrag gehörig Vertragspersonen (VN etc.), versicherte Objekte und ein bis mehrere Sparten, je nach Bündelung. Die Sparteneinteilung wurde entgegen früheren Einteilungen recht grob vorgenommen, durch das Erweiterungsfeld ist es jedoch möglich, mehrmals dieselbe Sparte innerhalb eine Vertrages aufzubauen. Eine Sparte ist weiter strukturiert in Risken (1 Risiko = Deckung eines versicherten Objektes gegen bestimmte Gefahr(en) über einen bestimmten Tarif).

Auf die Zusammenfassung mehrerer Risken zu einem Tarif wurde verzichtet, die Tarifinformation wurde in Gestalt des RisikoArtenCodes und der Tarifbezeichnung dem Risiko zugeordnet.

Da Personen durchaus in mehreren Verträgen bzw. auch in mehreren Rollen innerhalb eines Vertrages vorkommen können, wurde die Beschreibung aus der Definition des Vertrages herausgelöst, innerhalb des Versicherungsvertrages befindet sich nur eine Referenz über eine Personennummer.

Im Gegensatz zur Personenbeschreibung wurde die Beschreibung des versicherten Objektes im Vertrag behalten. Zwecks Vermeidung von Redundanz ist allerdings im Fall, eine Person ist versichert, unter Objekt auch nur ein Verweis mittels Personennummer vorgesehen.

Das Risiko enthält (fast immer) einen Verweis auf ein im Vertrag (also eine Stufe höher) definiertes versichertes Objekt. Ausnahme bilden das Wechsel-KZ in der KfZ-Haftpflichtversicherung (bis zu 3 Objekte bilden miteinander ein Risiko) und die Lebensversicherung auf verbundene Leben (2 Personen = 1 gemeinsames Risiko). Auch gibt es (z.B. im Falle einer Vertragsrechtsschutzversicherung) die Möglichkeit eines Vertrages ohne versichertes Objekt. Daher die 3-fach wahlweise Referenz vom Risiko zu den Objekten.

Damit nicht für alle Sparten eine eigene Strukturierung definiert werden muss, wurde die Struktur des 'Versicherungselement' geschaffen. Nähere Erläuterung unter eigener Überschrift.

Zwei Strukturen sind substrukturiert im Sinne 'unterschiedliche Ausprägungen'. Personen können sein 'natürliche Person', oder 'sonstige Person'. Versicherte Objekte können vorkommen als versicherte Person (nur natürliche), versichertes Kfz, oder versicherte Sache, und haben daher gänzlich unterschiedliche Attribute.

Bei der Strukturierung von Schäden ergab die Analyse, dass es keine Zahlung ohne beteiligte Person gibt, die entsprechende Substruktur ist daher unterhalb der schadensbeteiligten Person (mit konkreter Rolle Zahlungsempfänger) modelliert.

Alle Felder (Attribute), die einen codierten Wert enthalten, erhielten das Bezeichnungssuffix Cd. Diese Felder sind in der Tabelle 'Schlüsselart' aufgeführt.

Die definierten Wertebereiche dieser Codefelder werden in der Tabelle 'Schlüssel' gemeinsam mit der jeweiligen Bedeutung (Textform) vorgehalten.

Für zukünftige Verwendung wurde vorgesehen, dass ein Versicherungsunternehmen eigene Schlüsselwerte zu vorgegebenen Schlüsselarten definieren wird können. Die derzeit realisierte Tabelle sieht kein derartiges Codefeld vor.

Jedes Attribut, das auf 'kz' endet, kennt den Wertebereich J/N/0 wenn das Attribut required ist, bzw. J/N, wenn es 'not required' ist, wobei gilt: Nicht übermittelter Wert bedeutet 'unbekannt' bzw. 'ist nicht anzuwenden'.

Die Strukturen 'Vermittler' und 'Makler' sind nicht zur Übertragung vorgesehen, sie verdeutlichen strukturmäßig den Zusammenhang der Daten untereinander. Demnach enthält jeder Vertrag (bzw. Provision) eine (VU-eigene) Vermittlernummer, die ihrerseits einer Makler-Id (eindeutige Identifizierung eines Makler(sub)systems für alle Versicherungen einheitlich, Verwaltung durch Maklerkammer) zugeordnet wird. Jedes Datenpaket geht dann von einem Versicherungsunternehmen an ein Makler(sub)system, das durch diese MaklerId identifiziert wird, bzw. umgekehrt. Die Attribute dieser beiden Tabellen im Modell sind beispielhaft, in der Praxis wird jedes Unternehmen bzw. jedes Maklersystem Erweiterungen dieser Strukturen gemäß eigener Verarbeitungslogik vorsehen (müssen).

Auf oberster Ebene betrachtet, gibt es im Verhältnis Versicherungsunternehmen – Makler die Elemente Person, Vertrag, Schaden, Provision. Während Provisionen einmalige Gültigkeit haben, bleibt bei den drei anderen Elementen die Gültigkeit einer Meldung erhalten, bis eine gegenteilige Meldung erfolgt. Dazu wurde als Änderungsverfahren festgelegt, dass jede Änderung eines dieser Elemente bzw. eines in ihnen enthaltenen Teiles einen Neuversand des gesamten Elementes zur Folge hat, weil es unmöglich erscheint, dass alle Unternehmen imstande sind, Subelemente reproduzierbar zu identifizieren (z.B. Laufnummer der Risken innerhalb einer Sparte). Ändert sich also irgendein Detail eines Vertrages (z.B. Prämie wegen einer Indexanpassung), so ist der gesamte Vertrag neu zu übersenden, bzw. durch Maklersystem neu zu übernehmen. Ebenso, wenn sich z.B. am Erledigungsstatus eines Schadens etwas ändert, oder eine zusätzliche Zahlung hinzukam, ist der gesamte Schadenfall neu zu übersenden und frisch zu übernehmen.

Bei den drei genannten Elementen gibt es auch Löschungen mittels vorgesehener Struktur 'Loeschanstoss'. Diese sind jedoch nicht vor Änderungen einzusetzen, sondern teilen dem Makler mit, dass gegenständliches Element nicht weiter übersandt wird. Diese Löschung sollte das Maklersystem sinngemäß nachvollziehen (z.B. durch Historisierung), weil nach der Löschung keine Gewähr für die Aktualität des zuletzt übersandten Zustandes gegeben ist. Der Einsatz dieser Löschungen ist bei Skartierungen, aber auch bei Stockübertragungen vorgesehen.

Jegliches Vorkommen von Laufnummer (z.B. Identifizierungsmerkmal von versicherten Objekten innerhalb eines Vertrages) sieht vor, dass eine aufsteigende Nummer übertragen wird. Dies erfordert allerdings nicht, dass die Serie lückenlos und mit 1 beginnend vergeben wird. Ist es einem Unternehmen möglich, z.B. ein versichertes Objekt durch diese Laufnummer wiederkehrend identifizierbar zu machen (z.B. 4 Personen in Krankenversicherung, dann kommt eine 5. hinzu, später fällt eine Person heraus, Nr. 5 bei letzt hinzugekommener bleibt erhalten), so ist dies einer Neunummerierung bei jeder Übertragung vorzuziehen.




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