Europäische Charta für die Straßenverkehrssicherheit

Im Rahmen seiner EU-Ratspräsidentschaft hat Österreich das Thema "Straßenverkehrssicherheit" als wichtigen Schwerpunkt gewählt und unterstützt das Ziel des Weißbuches der Europäischen Kommission - die Halbierung der Anzahl der Verkehrstoten bis 2010.

Allein im Jahr 2005 mussten 40.000 Verkehrstote auf den Straßen der Europäischen Union beklagt werden.

Die EU-Kommission hat deshalb die Initiative der "Europäischen Charta für die Straßenverkehrssicherheit" ins Leben gerufen. In Österreich unterstützen bereits eine Reihe von namhaften Unternehmen, sowie Verbände und Städte diese Aktion. Stellvertretend für die österreichische Versicherungswirtschaft unterzeichnete Dr. Louis Norman-Audenhove, Generalsekretär des VVO (Versicherungsverband Österreich), am 22. Juni 2006 das wichtige Dokument.

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Die Europäische Charta für Verkehrssicherheit fußt auf dem Konzept der gemeinsamen Verantwortung und steht für die Einbindung der Zivilgesellschaft in das Aktionsprogramm: Nicht nur die Kommission und die Mitgliedsstaaten, sondern alle Gruppierungen der Zivilgesellschaft sind aufgerufen, in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich konkrete Maßnahmen durchzuführen und auf diese Weise dazu beizutragen, dass weniger Menschen auf unseren Straßen verunglücken.

Viel zu wenige Menschen wissen, dass die Haupttodesursache bei den unter 45-Jährigen mangelnde Verkehrssicherheit ist. Im Jahr 2005 kamen bei Verkehrsunfällen auf Österreichs Straßen 768 Menschen ums Leben, glücklicherweise um 12,5 Prozent weniger als im Jahr davor. Zahlreiche Aktionen und Maßnahmen zur Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer für Unfallvermeidung haben offenbar gefruchtet.

Mit der Europäischen Charta für die Verkehrssicherheit und dem auf das gemeinsame Ziel ausgerichteten Aktionsprogramm soll auch nochmals deutlich gemacht werden, dass tödliche Verkehrsunfälle keineswegs unvermeidbar, sondern auf bekannte Ursachen zurückzuführen sind und sich daher in gemeinsamer Anstrengung stark reduzieren lassen.

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