Geschäftsergebnisse der privaten Versicherungswirtschaft im Jahr 2005
Wien, 27. Juni 2006
2005 erwies sich für die heimischen Versicherungen als guter Jahrgang. Rekordzuwächsen in der Lebensversicherung, stehen aber hohe Belastungen durch Schäden aus Naturkatastrophen gegenüber. Erste Prognosen für 2006 stimmen weiterhin zuversichtlich.
Abschließende Berechnungen zeigen eine gesunde Bilanz: alle Sparten verzeichneten Zuwächse, insgesamt vermerkt die österreichische Versicherungswirtschaft im Jahr 2005 eine Steigerung der Prämieneinnahmen um 9,5 Prozent auf 15,295 Milliarden Euro. Die gute Entwicklung der Kapitalmärkte und der Nachfrageboom bei Altersvorsorgeprodukten trugen maßgeblich zu diesem Ergebnis bei. Auf der Leistungsseite haben vor allem die Schäden aus den Schneefällen des langen Winters die Ergebnisse nochmals belastet, nach einem Rückgang im Jahr 2004 kam es zu einem erneuten Anwachsen um 2,8 Prozent auf 8,784 Milliarden Euro.
Nach vorläufigen, ersten Prognosen wird sich das Gesamtprämienaufkommen 2006 um 4,42 Prozent erhöhen.
LebensversicherungMit einem Plus von 15,6 Prozent erhöhte sich das Prämienvolumen der Lebensversicherung 2005 auf 7,124 Milliarden Euro. In diese Wachstumsdynamik spielen die Zuwächse der Kapitalmärkte, aber auch der Start der betrieblichen Kollektivversicherung und besonders die erfolgreiche Entwicklung der prämiengeförderten Zukunftsvorsorge hinein. Letztere liegt nach dem ersten Quartal 2006 bei einem Prämienvolumen von fast 500 Millionen Euro mit fast 670.000 bei Lebensversicherern abgeschlossenen Verträgen. Erfreulich, dass die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge tatsächlich als langfristiges Vorsorgeinstrument genützt wird. Die Finanzmarktaufsicht FMA bestätigt, dass etwa die Hälfte der im Jahr 2005 abgeschlossenen Verträge eine Laufzeit von mehr als 35 Jahren hat – damit also sehr stark von jungen ÖsterreicherInnen erworben wird.
Die Leistungsseite zeigte normalen Verlauf, ein Zuwachs von 3,4 Prozent in den Auszahlungen führte zu einem Zahlungsvolumen von rund 3,435 Milliarden Euro.
Für 2006 dürfte sich in der Lebensversicherung wiederum ein Wachstum von 5,82 Prozent ergeben.
KrankenversicherungDie private Krankenversicherung versteht sich in Österreich als komplementärer Partner der gesetzlichen Krankenversicherung. Immer mehr Österreicher wussten 2005 die Vorteile einer privaten Krankenversicherung, insbesondere auch die zusätzlich angebotenen Wellness- und Fitness-Leistungen, zu schätzen Für 2005 weist die private Krankenversicherung ein Plus von 4 Prozent und somit auch über die letzten Jahre ein solides Wachstum auf. Die eingenommenen Prämien beliefen sich auf knappe 1,4 Milliarden Euro, die Leistungen nahmen um 1,8 Prozent auf 989 Millionen Euro zu.
Die Prognose 2006 weist für die Krankenversicherung ein Wachstum von rund 2,9 Prozent aus.
Schaden-UnfallversicherungDas Prämienvolumen der Schaden-Unfallversicherung (inklusive Kfz-Haftpflichtversicherung) wuchs 2005 auf 6,773 Milliarden Euro an und zeigt somit eine Steigerung von 4,8 Prozent. Die Versicherungsleistungen in der Schaden-Unfallversicherung beliefen sich 2005 auf ca. 4,361 Milliarden Euro – macht ein Plus von 2,6 Prozent – hauptsächlich verursacht durch die enormen Winterschäden.
Für 2006 wird ein Wachstum der Schaden-Unfallversicherung um ca. 3,3 Prozent prognostiziert.
Für die Kfz-Haftpflicht alleine wird 2006 mit einem Plus von 1,86 Prozent gerechnet.
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