Krankenversicherung
Gleichbehandlung von Männern und Frauen in der Krankenversicherung
Grundsätzlich zahlen Versicherte die ihrem Risiko entsprechende Versicherungsprämie. Ab 01. Dezember 2007 muss das Risiko der Kosten von Schwangerschaft, Entbindung und Mutterschaft von Frauen UND Männern getragen werden. Bei Versicherungstarifen, die eine Leistung bei Schwangerschaft und Entbindung beinhalten, sind daher bei Neuverträgen die entsprechenden Prämienanteile auf Männer und Frauen aufzuteilen.
Trotzdem werden die Prämien für Männer und Frauen weiterhin unterschiedlich sein. Die Gründe liegen in der unterschiedlichen Inanspruchnahme der übrigen Leistungen (diese unterschiedliche Inanspruchnahme wird in dem nachstehenden Schadensprofil - für Altersgruppen in 5er-Schritten - dargestellt) sowie in der höheren Lebenserwartung von Frauen (siehe Österreichische Sterbetafeln, die auf der Homepage der Statistik Austria veröffentlicht sind).
Erläuterungen zur Tabelle:
Die wichtigsten Rechnungsgrundlagen zur Prämienkalkulation in der privaten Krankenversicherung sind die zu erwartenden Leistungen pro Kopf. Da diese Werte zwischen den Geschlechtern unterschiedlich sind und meist mit dem Alter ansteigen, werden sie auch geschlechts- und altersabhängig ermittelt.
Das Verhältnis dieser "Leistungen pro Kopf" (auch "Kopfschäden" genannt) bildet zusammen mit den unterschiedlichen Sterbewahrscheinlichkeiten die Ursache für die unterschiedlichen Prämien.
Die unten stehenden Tabellen enthalten die Verhältnisse der Kopfschäden der verschiedenen Tarifarten zueinander. Sie wurden ohne Schwangerschafts- und Entbindungskosten mit Daten der Anbieter von Krankenversicherung ermittelt und auf das Alter von 43 Jahren bei den Männern normiert. Zur übersichtlicheren Darstellung wurde das Alter in 5-Jahresschritten angegeben.
Man kann aus dieser Tabelle ersehen, dass die Werte zwischen Männern und Frauen signifikante Unterschiede aufweisen.
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