Lebensversicherer begrüßen Umsetzung der EU-Pensionsfondsrichtlinie

Wien, 30.11.2004
Die österreichischen Lebensversicherer begrüßen den Ministerratsentwurf zur Gleichstellung von Lebensversicherungen und Pensionskassen bei der Betrieblichen Altersvorsorge.

"In dieser Form handelt es sich um eine gute und konsequente Maßnahme zur Stabilisierung und Förderung der zweiten Säule", sagte dazu Manfred Baumgartl, Sprecher der österreichischen Lebensversicherer und Vorstandsmitglied der Allianz Elementar.

Damit bekämen Konsumenten nun die Möglichkeit, unter den selben Rahmenbedingungen zwischen den unterschiedlichen Produkten von Lebensversicherungen und Pensionskassen zu wählen. Die von den Versicherungen offerierte "betriebliche Kollektivversicherung" erweitere das Angebotsspektrum um eine sicherere und weniger volatile Variante und richte so – im Verein mit Pensionskassenprodukten – die zweite Säule besser auf den tatsächlichen Bedarf der Konsumenten aus.

Ein wesentlicher Eckpunkt bei der nun beschlossenen Umsetzung der EU-Pensionsfondsrichtlinie ist die steuerliche Gleichstellung von Pensionskassen und der betrieblichen Kollektivversicherung:

· Insgesamt bis zu 10 Prozent der Lohn- und Gehaltssumme können vom Arbeitgeber entweder in eine Pensionskasse und/oder in eine die Voraussetzungen erfüllende Rentenversicherungslösung eingezahlt werden. Diese Einzahlungen werden als Betriebsausgabe anerkannt.
· Die Leistungen aus der Rentenversicherung unterliegen der Besteuerung, soweit sie aus Arbeitgeberbeiträgen resultieren. Arbeitnehmerbeiträge sind bis zur Höhe der Arbeitgeberbeträge zulässig (Sonderausgaben), und von Leistungen aus diesen Beiträgen werden nur 25 Prozent besteuert.
· Keine KESt in der Ansparphase.
· Versicherungssteuer 2,5 Prozent.

Die Betriebliche Altersvorsorge gewinne immer mehr an Bedeutung, erwartet Baumgartl deshalb durch dieses neue und zusätzliche Produkt keine Kannibalisierung mit bereits bestehenden Angeboten: "Ich rechne damit, dass die betriebliche Kollektivversicherung in fünf Jahren ein Volumen erreicht, das in etwa dem der Pensionskassen heute entspricht."


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