Rekordverdächtiges Prämienwachstum der Nichtlebenversicherung

Wien, 16.12.2003
Rekordverdächtiges Prämienwachstum der Nichtlebenversicherung im Jahr 2002 meldet die Sigma-Studie der Schweizer Rückversicherung.   

Auch die Lebensversicherung legt wieder zu. 2.627 Mrd. USD nahmen die Versicherer weltweit im Jahr 2002 ein. 1.536 Mrd. USD entfielen auf die Lebensversicherung, 1.091 Mrd. USD auf die Nichtlebensparten. 5,5 Prozent betrug das inflationsbereinigte Prämienwachstum: In der Lebensversicherung lag es bei 3 Prozent, in der Nichtlebensversicherung bei 9,2 Prozent.

Österreich steht mit 5,84 Prozent Versicherungsdurchdringung - Prämien in Prozent des BIP - an 26. Stelle der Industrieländer. Den ersten Platz nimmt Großbritannien mit 14,75 Prozent, gefolgt von der Schweiz mit 13,36 Prozent und Japan mit 10,86 Prozent ein.

Mit insgesamt 1.452,1 USD Prämien pro Kopf liegt Österreich auf Rang 18. Am meisten haben die Schweizer mit 4.922,4 USD pro Kopf für Versicherungen ausgegeben. Auf Platz zwei liegt Großbritannien mit 3.879,1 USD, gefolgt von Japan mit 3.498,6 USD.

Für Lebensversicherungen griffen die Schweizer am tiefsten in die Geldbörse. Rund 3.100 USD gaben sie pro Kopf aus. Danach kommen die Japaner mit 2.784 USD und die Briten mit 2.679 USD. Die Österreicher stehen mit rund 649 USD pro Kopf an 17. Stelle.

Auch für Nichtlebensversicherungen gaben die Schweizer mit rund 1.823 USD pro Kopf am meisten aus. Danach folgen die Amerikaner mit 1.799 USD und die Briten mit 1.200 USD pro Kopf. Die Österreicher liegen mit 803 USD pro Kopf auf Platz 12.

Erholen dürften sich 2003 die technischen Ergebnisse der Nichtlebenssparten aufgrund von Prämienanpassungen. Stabilisiert hat sich die Lebensversicherungswirtschaft, der Tiefpunkt bei langfristigen Zinsen und Aktienmärkte scheint überwunden zu sein und dürfte die Bilanzsituation und Profitabilität langsam verbessern. Die private Altersvorsorge bleibt aufgrund des Rückzuges der staatlichen Sicherungssysteme treibender Wachstumsfaktor in den Industrieländern.


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