Solvency II: Neue Aufsichtsregeln für Versicherer
Die EU-Richtlinie bringt der Versicherungsbranche neue Aufsichtsregeln und Eigenmittelbestimmungen, Österreich ist bestens gewappnet.
Am Dienstag, 10. Juli 2007, stellt EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy der Öffentlichkeit die EU-Richtlinie zu Solvency II vor. Ähnlich wie Basel II bei den Banken bringt diese Richtlinie den Versicherungsunternehmen neue Eigenmittelbestimmungen. Ein risikobasiertes System mit qualitativen Elementen wie internes Risikomanagement soll in Zukunft das starre, quantitative System mit fixen Prozentsätzen zur Berechnung der Eigenmittelvorschriften ablösen. Die einzelnen Risikogruppen werden dadurch noch feiner definiert.
„Die österreichische Versicherungswirtschaft ist auf Solvency II gut vorbereitet" betont Dr. Louis Norman-Audenhove, Generalsekretär des österreichischen Versicherungsverbandes (VVO). „In der Vorbereitungsphase der Richtlinie durch die EU-Kommission wurden quantitative Wirkungsstudien durchgeführt. Daran haben sich fast 100 Prozent des österreichischen Marktes beteiligt, das ist ein Rekordwert in Europa. Schon bisher zählte Österreich zu den sichersten Versicherungsplätzen der Welt. Mehr als 70 Jahre gab es keine einzige Insolvenz", ergänzt Norman-Audenhove.
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