Terror-Risiken
Am 1. Oktober 2002 hat der "Österreichische Versicherungspool zur Deckung von Terrorrisiken" seine Tätigkeit begonnen und wird ab 1. Jänner 2003 Haftungen übernehmen.
Das wurde am 24. September 2002 von der Gründungsversammlung des Pools beschlossen. Teilnehmer des Pools sind die österreichischen Sachversicherer. Zum Leiter der Poolkommission wurde Dr. Othmar Ederer, Vorsitzender der Sektion Sachversicherung Breitengeschäft im Versicherungsverband und Generaldirektor der Grazer Wechselseitigen Versicherung gewählt.
"Ziel des Pools ist," so Dr. Ederer, "eine Versicherungslösung gegen Terrorrisiken anzubieten." Die Poolkapazität beträgt vorerst 200 Millionen Euro, die zu 50 Millionen Euro von den Poolmitgliedern und zu 150 Millionen Euro von internationalen Rückversicherern zur Verfügung gestellt werden. In Ergänzung dazu wird eine Staatshaftung von weiteren 600 Millionen Euro angestrebt. "Die Verhandlungen dazu laufen noch," stellt Dr. Ederer fest, "es gibt aber recht ermutigende Signale aus der Bundesregierung. Damit könnte eine Poolkapazität von insgesamt 800 Millionen Euro pro Jahr erreicht werden."
Als Basisdeckung werden die Versicherer in den Sachversicherungsverträgen eine Deckungssumme bis zu 5 Millionen Euro anbieten, sofern eine Grunddeckung bei einer am Pool teilnehmenden Versicherung besteht. Eine Aufstockung auf maximal 25 Millionen Euro ist gegen Prämienzuschlag möglich. Darüber hinausgehende Deckungssummen bleiben individuellen Vereinbarungen vorbehalten und fallen nicht unter die Poolregelungen.
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