
Versicherung von Hochwasserschäden
Informationen zu Schäden auf Grund von Hochwasser
Sachschäden durch Hochwasser
Im Rahmen der Versicherung für Eigenheim- und Haushaltversicherung) gibt es unterschiedliche Deckungsvarianten mit unterschiedlichen Höchstentschädigungen. Im Gewerbe- und Industriegeschäft werden individuelle Versicherungslösungen angeboten.
Nach dem verheerenden Hochwasser von 2002 hatten die heimischen Versicherer immer wieder mit verheerenden Naturkatastrophen zu kämpfen. Eine kleine Bilanz: Das Hochwasser 2002 hinterließ rund 420 Millionen Euro an versicherten Schäden, die gesamten volkswirrtschaftlichen Schäden beliefen sich sogar auf fast 3 Milliarden Euro. Die drei regionalen Hochwässer von 2005 verursachten versicherte Schäden in Höhe von etwa 150 Millionen Euro, die Schneeschäden vom Winter 2005/06 sorgten für Schadenzahlungen in Höhe von rund 250 Millionen Euro. Das Jahr 2007 war vom Orkan „Kyrill" mit versicherte Schäden in Höhe von rund 261 Millionen Euro und den Juni-Stürme mit etwa 70 Millionen Euro wiederum stark belastet. Auch 2008 waren zwei Sturmgroßereignisse zu verzeichnen. So entstand durch den Jännersturm Paula für die Versicherungswirtschaft ein Schaden in der Höhe von rund 105 Millionen Euro. Sturm Emma im März verursachte einen versicherten Schaden von etwa 175 Millionen Euro.
Diese Zahlen zeigen die Notwendigkeit einer umfassenden gemeinschaftlichen Versicherungslösung, an der sich sowohl die privaten Versicherer aber auch die Versicherungsnehmer und der Staat beteiligen müssen.
HORA - Hochwasserrisikozonierung Austria
Die Bewältigung von Naturgefahren und geeignete Lösungsmodelle für deren Tragung sind vor allem seit dem verheerenden Hochwasser vom Jahr 2002 ein brisantes Thema in der Versicherungswirtschaft. In Österreich ist die Erfassung und Bewertung von Schadenpotenzialen mit dem Projekt Hochwasserrisikozonierung Austria „HORA" gelungen: Eine digitale Risikolandkarte liefert Informationen zur Exponierung der Gefahren Hochwasser und Erdbeben.
HORA ist ein in Europa einzigartiges Public-Private-Partnership-Modell zwischen dem österreichischen Versicherungsverband und dem Lebensministerium, mit dem Österreichs Versicherungswirtschaft einen entscheidenden Schritt im Risikomanagement von Naturgefahren setzt. Unter der Adresse http://www.hochwasserrisiko.at kann man nun seit Mitte 2006 im Internet eine Adressabfrage machen, sich in die digitale Gefahren-Landkarte klicken, und durch verschiedene Zoom-Einstellungen sehen, wie überschwemmungs- oder erdbebengefährdet Haus oder Grundstück sind. In weiteren Ausbaustufen wird auch an der Hagelzonierung sowie der Implementierung von Daten der Wildbach- und Lawinenverbauung gearbeitet.
Grundvoraussetzung für Versicherbarkeit ist das Erkennen und Bewerten von Gefahrenpotentialen. "HORA" ermöglicht das und trägt auch zur Schärfung der Risikowahrnehmung in der Bevölkerung und somit zur Begrenzung künftiger Schäden bei.
Hier finden Sie eine Liste aller Versicherer mit den jeweiligen Deckungssummen.
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