Versicherungsprämien Mann und Frau

Wien, 05.10.2004
Weiterhin keine einheitlichen Versicherungsprämien für Mann und Frau

Die Entscheidung ist gefallen: Ab 2006 werden Versicherungsprämien von Mann und Frau weiterhin unterschiedlich sein dürfen, wenn versicherungsmathematische Grundsätze eine unterschiedliche Berechnung rechtfertigen. Ein entsprechender Richtlinienvorschlag wurde gestern Abend von der Europäischen Kommission verabschiedet. Ausgenommen von diesem Grundsatz bleibt allerdings das Geburtsrisiko, das bei Berechnung der Prämien auch für Männer berücksichtigt werden muss.

Diese "Aufteilung" des Geburtsrisikos hat nach Meinung des Versicherungsverbandes à la longue in der privaten Krankenversicherung höhere Prämien für Mann und Frau zur Folge, weil von dieser Regelung nur Neuverträge betroffen sind und der Anreiz für bereits versicherte Frauen groß ist, in die für sie günstigere Versicherungsvariante zu wechseln. Männer würden dies aus eben diesen Gründen hingegen nicht tun. "Damit öffnet sich eine Schere, die sich nur schließen lässt, wenn die Prämien für Neuverträge stärker angehoben werden," stellt dazu der Generalsekretär des Versicherungsverbandes Dr. Louis Norman fest. "Angesichts stagnierender Versichertenzahlen in der privaten Krankenversicherung trifft dies weder die Interessen der Versicherungswirtschaft noch die ihrer Kunden."


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