VVO zu den Vertragsverhandlungen mit den Wiener Privatkrankenanstalten

Wien, 23. Dezember 2008

Es ist zutreffend, dass derzeit keine Einigung zwischen der Privaten Krankenversicherung und dem Verband der Wiener Privatkrankenanstalten über die ab 2009 gültigen Preise besteht. Die entsprechenden Verhandlungen wurden heute Mittag (23. 12. 2008) ergebnislos unterbrochen. Diese Nichteinigung hat vorläufig KEINE Auswirkungen auf die gemeinsamen privatversicherten Kunden, weil jedenfalls für die nächsten drei Monate Kostengarantie und Direktverrechnung seitens der Privatversicherer aufrecht bleiben.

Nur im Falle, dass endgültig keine Einigung erzielt werden kann, kommt es zu einem „vertragslosen Zustand". In diesem müssten die privatversicherten Kunden die Kosten der Behandlung in den vom Verbande der Wiener Privatkrankenanstalten vertretenen Häusern zunächst selbst bezahlen und erhalten dann von ihrem Versicherer die tariflich versicherten Vergütungen. Sollte es dazu kommen, würden die Kunden und die Medien selbstverständlich rechtzeitig und ausführlich informiert.

Hintergrund der Nichteinigung ist die Forderung der Krankenanstalten, die Preise um (zuletzt) 3,8 Prozent zu erhöhen. Diese erscheint angesichts einer für 2009 zu erwartenden Inflation von 1,2-1,5 Prozent eindeutig zu hoch. Dazu kommt die Tatsache, dass im langjährigen Durchschnitt die Anzahl der Fälle um 2-2,5 Prozent (bei gleichbleibender Versichertenzahl) steigt. Somit ergäbe sich eine zu erwartende Kostensteigerung von an die sechs Prozent. Diese Kostensteigerung ist im Interesse der Privatversicherten nicht vertretbar. Dementsprechend betrug das zuletzt abgegebene Anbot der Versicherer 3,1 Prozent.


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