
Die österreichische Versicherungswirtschaft: Vorläufige Zahlen 2025
Die österreichische Versicherungswirtschaft übernimmt eine bedeutende volkswirtschaftliche Verantwortung, sowohl sozial als auch ökonomisch.
Erste Berechnungen zeigen für das Geschäftsjahr 2025 sowohl in der Schaden-Unfallversicherung als auch in der Krankenversicherung ein solides Prämienwachstum, ebenso gibt es ein Wachstum in der Lebensversicherung. Insgesamt verzeichnete die österreichische Versicherungswirtschaft im vergangenen Jahr ein Wachstum der Prämieneinnahmen von 4,5 Prozent auf rund 22,4 Milliarden Euro.
Schaden-Unfallversicherung
Das Prämienvolumen der Schaden-Unfallversicherung (inklusive Kfz-Haftpflicht-versicherung) wuchs 2025 auf 13,7 Milliarden Euro und zeigt somit eine Steigerung von 4,9 Prozent. Die Leistungen in der Schaden-Unfallversicherung befanden sich mit rund 8,8 Milliarden Euro auch im Jahr 2025 auf hohem Niveau. Nach dem Hochwasser-Jahr 2024 zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang um 2,8 Prozent. „Mit einem Geschäftsmodell, das auf Generationen ausgerichtet ist, begleiten wir unsere Kundinnen und Kunden ein Leben lang. Mit täglichen Leistungsauszahlungen von knapp 50 Millionen Euro stellen wir unter Beweis, ein krisenfester Wirtschaftsfaktor und ein starker Partner zu sein“, erklärt Christian Eltner, Generalsekretär des österreichischen Versicherungsverbandes VVO.
Krankenversicherung
Die private Krankenversicherung versteht sich in Österreich als komplementärer Partner der gesetzlichen Krankenversicherung. Über die Sonderklassehonorare trägt sie wesentlich zum Erhalt erstklassiger Medizin für alle in Österreich lebenden Menschen bei. Damit wird ein entscheidender Beitrag zur Qualität des heimischen Gesundheitssystems geleistet. Im Vorjahr stiegen die Prämieneinahmen um 8,4 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro, Leistungen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro wurden ausbezahlt, was einem Wachstum von 6,7 Prozent entspricht.
Lebensversicherung
Mit einem Wachstum von 0,9 Prozent beläuft sich das Prämienvolumen der Lebensversicherung 2025 auf rund 5,2 Milliarden Euro. Die laufenden Prämien sanken bei einem Aufkommen von 4,5 Milliarden Euro um 1,9 Prozent.
Die Einmalerläge verzeichneten mit 0,8 Milliarden Euro ein Plus von 20,3 Prozent. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 6,3 Milliarden Euro an die Kundinnen und Kunden der Lebensversicherung ausgezahlt, das entspricht einem Rückgang von 6,2 Prozent (nicht erfasst sind die Zuführungen zu Rückstellungen für künftige Leistungen bzw. Gewinnbeteiligungen).
Der demographische Wandel ist evident. Um im Alter den gewohnten Lebensstandard erhalten zu können, ist eine private Vorsorge unerlässlich. „Jetzt geht es darum, die Bedeutung der privaten Vorsorge noch deutlicher ins Bewusstsein zu rücken. Österreich braucht eine Reform: Die betriebliche und private Altersvorsorge müssen dringend aufgewertet werden, damit die erste Säule nachhaltig entlastet wird und das gesamte System langfristig finanzierbar bleibt“, so Gregor Pilgram, Präsident des österreichischen Versicherungsverbandes VVO.
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Mag. Dagmar Straif
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