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Presseinformation 28. Februar 2019: Die österreichische Versicherungswirtschaft: Die vorläufigen Zahlen 2018 und eine erste Prognose 2019 ...

28. Februar 2019 -

Die österreichische Versicherungswirtschaft hat 2018 einmal mehr bewiesen, dass sie mit ihrer Stärke und Stabilität ein wichtiger Faktor des österreichischen Wirtschaftssystems ist. „Rund 50 Millionen aufrechte Verträge haben Herr und Frau Österreicher bei heimischen Versicherungen abgeschlossen und konnten davon auch nachhaltig profitieren“, sagte heute Kurt Svoboda, Präsident des österreichischen Versicherungsverbandes VVO bei der Rückschau auf das Versicherungsjahr 2018. „Kundinnen und Kunden bekamen 13,9 Milliarden Euro an Leistungen aus ihren Verträgen ausbezahlt. Sei es aus Lebensversicherungen, aus einer privaten Krankenversicherung oder als Wiedergutmachung für entstandene Schäden.“ Versicherungen sind auch ein wichtiger Arbeitgeber mit rund 60.000 Mitarbeitern und wirken sich stabilisierend auf die Finanzmärkte aus, da sie Vermögenswerte von über 111 Milliarden Euro in Staatsanleihen, Immobilien, Beteiligungen oder Aktien investiert haben.

„Erste Berechnungen zeigen für das Geschäftsjahr 2018 sowohl in der Kranken-versicherung wie auch in der Schaden-Unfallversicherung ein Prämienwachstum, in der Lebensversicherung jedoch einen Rückgang der Prämienentwicklung. Insgesamt vermerkt die österreichische Versicherungswirtschaft im vergangenen Jahr ein Wachstum der Prämieneinnahmen um 1,2 Prozent auf 17,3 Milliarden Euro“, so Prof. Dr. Louis Norman-Audenhove, Generalsekretär VVO.

Lebensversicherung
Mit einem Rückgang von 3,6 Prozent beläuft sich das Prämienvolumen der Lebensversicherung 2018 auf rund 5,6 Milliarden Euro. Die laufenden Prämien sanken mit einem Aufkommen von 4,9 Milliarden Euro um 1,7 Prozent. Bei der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge bestehen bei den heimischen Versicherungsunternehmen rund 1,2 Millionen Verträge, das Prämienvolumen daraus beläuft sich auf rund 0,8 Milliarden Euro. Die Einmalerläge verzeichneten mit einem Prämienvolumen von 0,7 Milliarden Euro ein Minus von 14,7 Prozent. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 6,6 Milliarden Euro, das entspricht einem Rückgang von 7,6 Prozent, an die Kundinnen und Kunden der Lebensversicherung ausgezahlt (nicht erfasst sind die Zuführungen zu Rückstellungen für künftige Leistungen bzw. Gewinnbeteiligungen).

Im Jahr 2019 dürfte die Lebensversicherung nach ersten Prognosen Prämieneinnahmen von rund 5,5 Milliarden Euro (rund - 2,0 Prozent) verzeichnen.

Krankenversicherung
Die private Krankenversicherung versteht sich in Österreich als komplementärer Partner der gesetzlichen Krankenversicherung. Über die Sonderklassehonorare trägt sie wesentlich zum Erhalt erstklassiger Medizin für alle Österreicherinnen und Österreicher bei. Damit wird ein entscheidender Beitrag zur Qualität des heimischen Gesundheitssystems geleistet. Für 2018 weist die private Krankenversicherung ein voraussichtliches Plus von 4,3 Prozent mit einem Gesamtprämienvolumen von 2,2 Milliarden Euro auf. Die Leistungen nahmen um 0,2 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu (nicht erfasst sind die Zuführungen zu Rückstellungen für künftige Leistungen bzw. Gewinnbeteiligungen).

Eine erste Prognose weist für die Krankenversicherung 2019 ein Prämienwachstum von rund 3,5 Prozent auf ca. 2,3 Milliarden Euro aus.

Schaden-Unfallversicherung
Das Prämienvolumen der Schaden-Unfallversicherung (inklusive Kfz-Haftpflicht-versicherung) wuchs 2018 auf 9,5 Milliarden Euro an und zeigt somit eine Steigerung von 3,5 Prozent.
Die Leistungen in der Schaden-Unfallversicherung liegen mit 5,9 Milliarden Euro auch im Jahr 2018 auf hohem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Leistungen in der Schaden-Unfallversicherung um 2,5 Prozent.

Für 2019 wird ein Prämienwachstum der Schaden-Unfallversicherung um ca. 3,0 Prozent auf rund 9,8 Milliarden Euro prognostiziert.

Ausblick auf 2019
Untersuchungen zeigen, dass die europäische Wirtschaft auch im kommenden Jahr wachsen wird. So soll die Eurozone nach 1,9 Prozent im Vorjahr zwar langsamer, aber heuer doch um 1,6 Prozent wachsen. Für Österreich werden ebenfalls 1,6 Prozent (nach 2,6 Prozent in 2018) prognostiziert und die Rahmenbedingungen bleiben in Österreich trotz einer Konjunkturabkühlung positiv. „Das wird sich auch auf die österreichische Versicherungswirtschaft positiv auswirken. Nach vorläufigen, ersten Prognosen wird das Gesamtprämienaufkommen 2019 um etwa 1,5 Prozent auf rund 17,6 Milliarden Euro ansteigen, so abschließend Kurt Svoboda.

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