Eine Form der privaten Vorsorge ist die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge.

Die vom Staat unterstützte prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge wurde 2003 eingeführt und ist mit Kapitalgarantie und zusätzlicher staatlicher Förderung ausgestattet. Außerdem bleiben das angesammelte Kapital und die Förderung bei Vereinbarung des künftigen Bezugs als Rente steuerfrei – das heißt, Sie zahlen keine Versicherungssteuer, keine Kapitalertragssteuer und keine Einkommenssteuer für Ihre Prämienpension.

Veranlagung und staatliche Förderung:
Für die Veranlagung Ihrer einbezahlten Prämien durch das Versicherungsunternehmen bestehen gesetzliche Vorgaben. So sieht das Lebenszyklusmodell bis zum 50. Lebensjahr einen Aktienanteil von mindestens 15 Prozent und ab dem 50. Lebensjahr von mindestens 5 Prozent vor. Damit soll das Risiko von Kursschwankungen an den Aktienbörsen mit zunehmender zeitlicher Nähe zum Pensionsantritt reduziert werden. Dieses Modell wurde ab 1. August 2013 eingeführt. Davor waren gesetzliche höhere
Aktienquoten vorgesehen, wobei Kunden mit bestehenden Verträgen in das neue Modell umsteigen können. Die Einzahlungen werden mit einer variablen Prämie (derzeit im Ausmaß von 4,25 Prozent der einbezahlten Beträge) begünstigt.

Die Einzahlungen können flexibel vereinbart werden, sind aber der Höhe nach begrenzt.

Dauer:
Die Kapitalbindungsdauer beträgt bei der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge mindestens zehn Jahre. Diese Art der geförderten Pensionsvorsorge ist für die langfristige Vorsorge gedacht.

Hinweis: Machen Sie sich bewusst, dass nach Ablauf der zehn Jahre die Kapitalauszahlung nachversteuert werden muss, wenn Sie noch nicht pensionsberechtigt sind und daher die lebenslange Rentenleistung noch nicht bezogen werden kann.

Nach Ablauf der zehn Jahre kann der angesammelte Betrag entweder

  • bei gleichzeitiger Nachversteuerung ausbezahlt werden oder
  • weiter in eine Zukunftsvorsorge veranlagt werden oder
  • als Einmalbetrag für eine lebenslange Rente (Pensionszusatzversicherung) oder für eine Pflegeversicherung verwendet sowie an eine betriebliche Kollektivversicherung bzw. Pensionskasse überwiesen werden.

Auszahlung:
Die Zusatzpension aus der prämiengeförderten Zukunftsvorsorge kann frühestens zum 40. Lebensjahr ausgezahlt werden. Im Falle der Einstellung der Erwerbstätigkeit, frühestens mit Vollendung des 50. Lebensjahres, kann bis zum Anfall der gesetzlichen
Rente eine Überbrückungsrente beansprucht werden. Die Überbrückungsrente muss in zumindest 36 Monatsrenten ausgezahlt werden. Diese Anzahl vermindert sich, wenn der Zeitraum bis zum gesetzlichen Pensionsalter kürzer als drei Jahre ist.